Volontär

Volontär-Aufenthalte

 

Tiko bietet Menschen die Möglichkeit sich im Gemeinschaftszentrum mit einzubringen und das auch gerne mit Besuchen vor Ort. Diese bedürfen natürlich einer gewissen Planung. Da sich inzwischen schon viele vor allem junge Leute, auch viele aus Deutschland, für eine solche Erfahrung entschieden haben, möchten wir an dieser Stelle auch auf diese zurückgreifen. Inke Haas war 2011 zu Besuch in Tiko. Sie hat einen ausführlichen Bericht über ihre Reisevorbereitungen und eine Checkliste erstellt. Aus beidem können zukünftige Tiko-Volontäre schon viel darüber erfahren, wie sie einen Trip nach Sambia meistern und Tiko ein Stück auf seinem Weg begleiten können. Hier gibt es beide Beiträge als pdf: 2012-Reisevorbereitungen-Inke-Haas , 2012-Checkliste-Inke-Haas

 

Hallo, mein Name ist Inke, ich bin 23 Jahre alt und arbeite momentan als Volontär im Community Centre Tikondane in Katete. Am 15. Oktober 2011 flog ich nach Afrika und ich werde 3 Monate versuchen Elke hier so gut wie möglich zu unterstützen. Meine Vorbereitungen fingen Anfang August mit einem Termin bei meinem Hausarzt  an, um mich über die Impfungen für Sambia zu informieren. Natürlich sollten alle Standardimpfungen aktiv sein, doch es ist wichtig und zum Teil Pflicht sich gegen Gelbfieber, Hepatitis, Tollwut und ähnliches impfen zu lassen. Lass dich auch beraten, welche Malariaprophylaxe am besten für dich ist, denn hier ist das Risiko einer Infektion sehr groß.  Gleich am nächsten Tag frischte ich meine Standardimpfungen auf und konnte meinen Impfmarathon beginnen, denn dies benötigt am meisten Zeit.  Es ist auch nicht verkehrt, sich neben den Informationen, die man im Internet und Co. bekommen kann, einen Termin bei einem Tropenarzt zu machen.

Im Vergleich ist der Zeitaufwand für das Visum sehr gering.  Auf der Internetseite der sambischen Botschaft in Berlin lädt man sich ein Anforderungsformular herunter, füllt es aus und schickt es zusammen mit dem Reisepass und 40 Euro los. Schon nach 10 Tagen hatte ich den Schein in den Händen. Um rundum abgesichert zu sein, sollte man verschiedene Versicherungen abschließen, damit man im Fall der Fälle sich darum keine Sorgen machen muss.
Wenn man doch mal ins Krankenhaus muss (wir haben das beste in Sambia gleich nebenan) sollte man trotzdem eigene Nadeln und Spritzen dabei haben. Das Krankenhaus ist zwar sehr gut, aber man weiß ja nie. Da in Sambia noch alles sehr neu und fremd ist, muss sich der Körper erst einmal eingewöhnen. Um leichten Magenverstimmungen, Kopfschmerzen uvm. zu Leibe rücken zu können, sollte man eine kleine Reiseapotheke dabei haben, die auch Pflaster und Wundsalbe enthält. Zur Not hat Chipata, eine Autostunde entfernt,  eine sehr gute Apotheke. Um Geld in Sambia abzuheben, nimmt man am besten eine Visa- Kreditkarte mit. Ich habe hier eine Matercard und kann mein Geld nur in Chipata abheben. Das ist nicht schlimm, da circa jede zweite Woche jemand nach Chipata fährt, aber Visa- Automaten gibt es in hier, im Zentrum von Katete, 20 Minuten zu Fuß von Tikondane, was vieles angenehmer macht. Wenn man nach Afrika reist, ist es immer gut, Dollar mitzunehmen. Euro kann man nur an wenigen Plätzen wechseln, aber doch in Chipata.  Groessere  Hotels und game parks akzeptieren Kreditkarten, doch müssen Dollar in Wechselstuben in Kwacha umgetauscht werden. Dafür ist es better, 50 oder 100 Dollarnoten zu bringen. Anscheinend wird hier so viel gefälscht, sodass für die kleineren Noten ein sehr ungünstiger Kurs gilt. Es ist eine gute Idee, eine sambischeTelefonkarte mit Talk time zu kaufen und das kann man in Tiko. Packliste Das schwierigste für mich war eigentlich das Packen. Ich war sehr froh, dass ich einen Ansprechpartner in Tiko hatte, der mich beraten konnte. Wenn ihr euch bei Elke anmeldet, dass ihr kommen möchtet, könnt ihr fragen, ob noch andere Helfer in Tiko sind, was meistens der Fall ist. Desweiteren es ist wichtig sich zu informieren, welche Temperaturen in Sambia während des Aufenthalts herrschen, denn im Juni/ Juli kann es sehr kalte Tage geben, sodass es besser ist auch einige Pullover und eine Jacke mitzunehmen.  In der Regenzeit wäre eine leichte Regenjacke nicht verkehrt. Ansonsten braucht man nicht viele Hosen, denn hier in Tikondane wird es gerne gesehen Chitenge (eine Art Wickelrock) zu tragen. Dies gilt natürlich nur für die Damenwelt. Männer sollten einfach längere Hosen tragen, da es tabu ist seine Beine zu zeigen. Also wenn man als Frau unbedingt  eine Hose mitnehmen muss, dann nur eine lange und sehr weite. Es ist möglich sich hier Chitege zu kaufen und sich beim Schneider weite Hosen schneidern lassen. Das habe ich auch gemacht, weil ich in den Röcken immer gestolpert bin. Ich bin in dieser Hinsicht leider nicht sehr damenhaft. Chitenge sind hier sehr günstig und auch die Schneider sind nicht teuer- umgerechnet ungefähr jeweils 3 Euro. An T- Shirts kann man tragen was man möchte, solange es nicht zu freizügig ist. Sonst sollte man auf die notwendige Pflege der Haut achten: Sonnencreme, Sonnenbrille, eine Kopfbedeckung, Bodylotion sind  wichtig für ihren Schutz, denn man ist sehr viel draußen unterwegs und man kann sich schnell einen Sonnenstich/ – brand  holen und die Haut braucht hier viel Feuchtigkeit. Eine richtige Dusche hat man hier nicht, sondern ein Duschbecken mit 2 Wasserhähnen und Schüsseln zum Waschen. Ein Waschlappen kann sehr hilfreich sein. Feste Schuhe für Ausflüge sind wichtig, sonst reichen im Alltag gute Sandalen und vielleicht Flip- Flops zum Duschen. Für kleine Trips ist ein robuster Rucksack gut, den man angenehm auf dem Rücken tragen kann. Da es in Sambia schon ab 18.00 Uhr dunkel wird, ist eine gute Taschenlampe sinnvoll, am besten eine die man nicht tragen muss, damit man die Hände für andere Tätigkeiten frei hat. Wenn man möchte, kann man Desinfektionsmittel für das Wasser und die Hände mitnehmen, wenn man sich nach einem langen kontaktintensiven Tag zwischendurch die Hände oder Gegenstände desinfizieren möchte. Ab und zu kann es nicht schaden.   Am Anfang ist nicht ratsam das Brunnenwasser sofort zu trinken. Daher ist ein kleiner Reisekocher sehr praktisch, um es erst abzukochen und in Flaschen abzufüllen. Sonst braucht man keine großen Vorkehrungen treffen, da man auch vieles einkaufen kann, wenn man in Afrika ankommt. Meistens landet man am Flughafen in Lusaka und von dort muss man mit dem Bus die Great East Road entlang nach Tikondane fahren. Das dauert ungefähr 6 Stunden. Es  gibt in Lusaka zum Beispiel einen Spar, in dem man Essen und Trinken für die Fahrt, Besteck und Geschirr kaufen kann, wenn man etwas in seinem Zimmer schneiden und essen möchte (Brot, Früchte, Salat,…). und Spülsachen, um alles wieder sauber zu machen, sowie Kerzen, falls Stromausfall ist. Auch Handwaschmittel sollte man haben, um die dreckigen Anziehsachen waschen zu können, denn eine Waschmaschine gibt es hier nicht. Die typischen kleinen Helfer im Haushalt eben. Hilfreich ist auch ein gutes Insektenspray, vor allem in der Regenzeit.  Auch Duschgel und Shampoo, Hygieneartikel sind dort erhältlich. Hier bei Tiko wäre auch ein kleiner Markt, bei dem man regionales Essen einkaufen kann, wie Bohnen, Tomaten, Bananen, Kürbisblätter, aber auch Brot, Wasser, Kaffee, Zucker, Mehl, Eier. Der nächstgrößere Markt ist im Nachbarort Katete. Wenn man etwas Spezielleres braucht, ist es möglich nach Chipata zu fahren, das eine Autostunde von hier entfernt ist.   Um wilde Tiere oder Überfälle braucht man sich in Tiko keine Sorgen zu machen. Spinnen und Mücken sind hier zwar zahlreich vertreten, doch sind sie keine ernsthafte Bedrohung. Abends und nachts beschäftigt Tiko einen Wachdienst mit Hunden, sodass auch fremde Personen nicht unbemerkt auf das Gelände kommen können. Also reicht es, wenn man sich während der Nacht mit Insektenschutz bewaffnet. Mosquitonetze gibt es ueber jedem Bett.   Wenn man gerne etwas für die Kinder mitbringen möchte, bitte keine Bücher. Wir haben eine kleine, aber volle Bibliothek, doch Spiele, um Englisch und Zählen zu lernen wäre zum Beispiel eine nette Idee. Für die eigenen Spielereien, um Fotos herüberzuladen oder mit dem Internet zu arbeiten, habe ich meinen Laptop dabei. Wir haben hier W-Lan und so ist es auch eine gute Möglichkeit mit der Familie übers Internet zu telefonieren, auch wenn die Verbindung nicht perfekt ist.

 

Reise-Checkliste, Inke Haas

 

Allgemein
Hygieneartikel bekommt man hier in Lusaka ohne Probleme bei Shopride, Spar oder Melissa. Aber spezielle Haarkuren, Hygieneartikel (Tampons, Binden) Cremes, Parfüms, Sonnencremes, die besonders hautschonend oder antiallergen, ökologisch usw. Sind, besser für den Anfang aus Deutschland mitbringen.

  • Warme Kleidung für die kalten Monate April bis August
  • Warmer Schlafsack für die kalte Jahreszeit
  • Dünnen Herbersack (Baumwolle oder Seide) für die heiße Zeit
  • Mindestens eine Taschenlampe ( am besten mit praktischer Handkurbel zum Aufladen)
  • „anbieterfreies“ Handy, evtl. Ersatzhandy, Ladegerät
  • Moskitonetz (Ein vierpunktnetz und kein Pyramidennetz)
  • Taschenmesser
  • Erstausstattung Insektenmittel
  • Englisch- Deutsch- Wörterbuch
  • Reisebüro
  • Adapter, USB stick

Was dabei außerdem praktisch fürs Reisen ist:

  • Micropur Katadyn Tropfen zur schnellen und sicheren Wasseraufbereitung
  • Handladegerät für das Handy ( zum Aufladen mit Handkurbel)
  • Leatherman (Kleinwerkzeug)
  • Laptop mit Programminstallations CDs (mit back up daheim)
  • Digitale Kamera und externe Festplatte
  • Wasserfilter (Katadyn)

Geographische Lage
Sambia ist ein Binnenland im südlichen Afrika, dessen Gestalt an einen Schmetterling erinnert mit 2 Flügeln erinnert. Die Gesamtfläche des Landes beträgt 752.614 qkm. Das entspricht in etwa der Größe von Deutschland, Frankreich, Belgien, Österreich und der Schweiz. Sambia liegt in den sogenannten Inneren Tropen, zwischen dem 8. und 18. Grad südlicher Breite und 12. und 34.Grad östlicher Länge. Durch seine Lage auf einer etwa 1000 m bis 1500 m hohen Ebene, herrscht in vielen Teilen des Landes, ein für die Tropen überraschend gemäßigtes Klima. Sambia grenzt im Norden an den Kongo, im Nordosten an Tansania, im Osten an Malawi, im Westen an Angola, im Südwesten an Mosambik und im Süden an Namibia, Botswana und Zimbabwe.

Klima und Umwelt
Sambia hat drei Jahreszeiten: Die warme Regenzeit dauert von Dezember bis April. In dieser Jahreszeit kommt es häufig zu heftigen Niederschlägen, gefolgt von strahlendem Sonnenschein. Von Mau bis August folgt die kalte Trockenzeit. Dann ist es zeitweise sehr kühl, trocken und windig. Stellenweise gibt es sogar Nachtfrost. Das Land wird trockener und Buschfeuer sind typisch für diese Jahreszeiten. Die anschließende warme Trockenzeitdauert vi September bis November. In dieser Zeit ist es heißen und trocken, mit durchschnittlichen Höchsttemperaturen z.B. in Lusaka von 31,6°C.
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Min. TempIn C 15 15 15 15 13 8 9 11 14 16 15 15
Max. TempIn C 28 28 28 28 28 29 29 30 31 31 28 27
Feuchtigkeit In % 89 91 91 90 87 85 81 71 72 79 82 93
Regentage/Monat 17 15 15 12 5 1 1 2 3 6 17 19

 

Sambias Naturlandschaft besteht aus weiten, mit einer Baum- und Strauchsavanne bewachsenen, Flächen. Doch der erste Eindruck einer wilden und unberührten Natur täuscht über die aktuellen Weltprobleme hinweg. Entwaldung, Wasserverschmutzung, Bodenregeneration, Luftverschmutzung und Artensterben sind leider auch in Sambia ein verbreitetes Phänomen. Die ökologischen verträgliche Chitimene- Bewirtschaftung (Abholzung uns Brandrodung wechselnder kleiner Flächen) reicht für eine Versorgung der Menschen auf Grund des Bevölkerungszuwachses nicht mehr aus. Die Abholzung zugunsten landwirtschaftlicher Nutzflächen und zur Holzkohleherstellung schreitet voran. Für zwei Drittel der Bevölkerung sind Holz und Holzkohle die einzigen Energielieferanten. Einheimische Holzarten sind auf Grund ihres langsamen Wachstums und einer langen Keimzeit (bis 20 Jahre) für die Bewirtschaftung uninteressant. Maisanbau ist die weit verbreiteste Bodenbewirtschaftung, was zu  und Überdüngung führt. Und Süd.-, Ost- und Zentralprovinz sind besonders von starker Bodenerosion betroffen. Weite großflächige Buschfeuer werden traditionell zur Vorbereitung von landwirtschaftlichen Flächen, zur Jagd, zur Honigernte oder zur Verbesserung der Grasnarbe entfacht. Sie behindern den Baumwuchs und damit die Regeneration der Wälder. Die Wasserverschmutzung beruht hauptsächlich auf industriellen Aktivitäten, sowie Düngeeintrag aus der Landwirtschaft. Unzureichende Abwasserbehandlung bzw. Abwasserentsorgung führen zu verstärkter Nährstoffbelastung in den Gewässern. Weitere Bedrohungen treten in Bergbaugebieten durch den Pumpbetrieb und durch den Bau von Dämmen auf, die auf der einen Seite Landschaften entwässern und wiederum künstliche Wasserflächen hervorbringen, die Brutstätten für Bilharziose und Malaria sind. Es gibt 36 Nationalparks in Sambia und 33% der gesamten Landesfläche sind als Game Management Areas rechtlich vor Überfischung und Wilderung geschützt.

Gesundheit
Grundsätzlich gilt ,durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene kann man die meisten Durchfallerkrankungen während der Einsatzzeit (be)einschränken. Am besten befolgt man bei der Zubereitung der Nahrungsmittel die „kolonial- goldene“ Grundregel:

„boil it, peel it, cook it, or forget it!“

Man sollte ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. gekauftes Flaschenwasser und kein Leitungswasser. Wenn möglich gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser zum Kochen und Zähneputzen benutzen. Darauf achten, dass man sich möglichst häufig die Hände wäscht, immer nach dem Stuhlgang und vor dem Kochen und dem Essen.

Malaria Sambia ist ganzjährig ein Malariagebiet. Von November bis Juni herrscht ein verstärktes Risiko, besonders im Süden (Sambesi- Tal,  Kariba- Becken, Victoria- Fälle, Luanwa- Tal) und in der Nordwest Provinz. Eine Malariaprophylaxe wird deswegen empfohlen. Die Übertragung erfolgt durch den Stich weiblicher, blutsaugender nachtaktiver Anopheles- Mücken. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber ist deswegen nach einem längeren Auslandsaufenthalt ein Malariaverdachtshinweis an den behandelnden Arzt in Deutschland notwendig. Zur Malariaprophylaxe sind in Deutschland verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung, sowie Nebenwirkung bzw. Unverträglichkeiten mit den anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer  Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden. Doch trotz der Einnahme einer Malariaprophylaxe besteht kein 100% Schutz vor der Krankheit. Aufgrund weiterer mückengebundenen Infektionsrisiken wird außerdem empfohlen:

  • Körperbedeckende (helle) Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden)
  • IMMER unter einem Moskitonetz schlafen
  • Körperbedeckende (helle) Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden)

Giftige Tiere Wie in allen tropischen Ländern kommen auch in Sambia eine Reihe von Giftschlagen vor. Dennoch sind Schlangenbisse ungewöhnlich und erfolgen selten unprovoziert! Nicht in Erdlöcher oder –spalten, unter Steine bzw. Reisige, Zweige und ähnlich unübersichtliches Material greifen. Werden Schlangen angetroffen, sollte ein gebührender Abstand eigehalten werden. Keinesfalls sollten sie angefasst, gefangen oder provoziert werden. Auch kommen einige recht giftige Spinnen- und Skorpionarten, daneben auch andere Tiere mit potentiell starker Giftwirkung (z.B. bestimmte z.T. auffällig gefärbte Schmetterlingsraupen, Hundertfüßler, Ameisen u.a.) vor. Auch diese Tiere sollten nicht angefasst oder gereizt werden. Vor Benutzung von Bettdecken und – lacken, Kleidungsstücken, Schuhwerk, Kopfbedeckung evtl. vorhandene giftige „Untermieter“ durch sorgfältiges Ausschütteln entfernen. Vor allem morgens daran denken bevor man in seine Schuhe schlüpft.

HIV und AIDS Sambia ist ein Hochprävalenzland für HIV und AIDS. Die Immunschwäche du ihre Folgen durchdringen alle gesellschaftlichen Bereiche des Landes nachhaltig. 13,5 % der Bevölkerung gelten als HIV positiv (2009). Wobei Frauen wesentlich stärker betroffen sind als Männer. Junge Frauen zwischen 12- 25 Jahren sind fünfmal häufiger mit HIV infiziert als junge Männer derselben Altersgruppe. Vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusion besteht ein sehr hohes Infektionsrisiko.

Kommunikation

Festnetztelefone und Handys Sambia verfügt ein relativ zuverlässiges, in den Provinzen teilweise überlastetes Telefonnetz. Handys sind DIE verbreitete Kommunikationsmethode der Sambier und Mobilfunkmaste stehen fast im gesamten Land. Mobiltelefone sind in Sambia teurer als in Deutschland, deswegen unbedingt ein „freies“ Handy mitbringen, also nicht Anbietergebunden. Zusätzlich muss es über ein sog. Triband (besser Quadband) verfügen. Das sind Frequenzbandbreiten, die im südlichem Afrika genutzt werden (dürfen). Wenn man ein Handy nicht darüber verfügt, verringert sich die Chancen, dass es hier funktioniert. Wer dem Akku misstraut, sollte einen Ersatzakku besorgen. Hier wind sie nicht zu haben oder teuer. Mitgebrachte Geräte können nach dem Kauf einer sambischen SIM- Karte für ca. 5.000 ZKW betrieben werden.Post Die Postlaufzeit von /nach Deutschland beträgt ca. 14- 28 Tage. Päckchen brauchen zwischen 3 Wochen bis 6 Monate.

Geld
Die Währung Sambias ist der Kwacha. Derzeit sind die Noten von 50, 100, 500, 1.000, 5.000, 10.000, 20.000 und 50.000 ZMK im Umlauf.

Kreditkarten Gängige Kreditkarten: Visa- Card, EC- Card (Maestro) und Master- Card. Bitte im Voraus in Deutschland nach den aktuellen Angeboten von kostenlosen Auslandsabhebungen informieren (z.B. bei DKB). Das Abheben von Geld ist mit der Visa- Card in Lusaka und in größeren Provinzhauptstädten an Bankautomaten gut möglich, mit der EC- Karte nur bei der Stanbic Bank in Lusaka und grösseren Städten. Bargeld (US$) wird bei allen Banken und großen Hotels umgetauscht, sowie in Wechselstuben (Bureau de Change). Am günstigsten unversehrte US$ 100 Noten verwenden, für die man einen besseren Kurs bekommt. Es werden keine alten Dollarnoten (mit kleinem Kopf) akzeptiert. Der Wechselkurs unterliegt teilweise deutlichen Schwankungen. Der tägliche Kurs zum Dollar kann über die Website der Bank of  Zambia abgerufen werden (www.boz.zm), ansonsten empfiehlt sich den Euro- Kurs den gängigen Währungsrechner von Oanda (www.oanda.com).

Einkaufen
In Lusaka  und den größeren Städten im Lande gibt es Supermärkte nach europäischem Vorbild (Shopride, Melissa, Super Spar). In diesen Supermärkten findet man dann auch Müsli, Schokolade und Olivenöl. Preismäßig liegen sie aber bei Nahrungsmitteln (für regionales Gemüse, Obst) immer über den Preisen der lokalen Märkte. Im ländlichen Raum dominieren kleine „Tante-Emma-Läden“ mit einem sehr beschränkten Angebot. Märkte sind dann die beste Wahl für günstige und frische Lebensmittel (aber nur für regionale und saisonale Produkte. Europäische Kleidung ist relativ teuer und oftmals von schlechter Qualität, es gibt ein großes Angebot an Secondhand Kleidung. Outdoor Kleidung findet man in Sambia nur selten. Dagegen findet man Chitenge (sambischer Wickelrock) und Stoffe zum Selbstnähen fast überall. Technische Geräte sind grundsätzlich sehr teuer und meist von minderwertiger Qualität.
Staatliche Feiertage
   
Neujahr 1.Januar
Frauentag 8.März
Tag der Jugend 12.März
Good Friday 22.April
Tag der Arbeit 1.Mai
Afrikatag 25.Mai
Heldentag Erster Montag im Juli
Tag der Einheit Erster Dienstag im Juli
Tag der Bauern Erster Montag im August
Unabhängigkeitstag 24.Oktober
Weihnachten 25.Dezember

Sollte einer dieser Tage auf einen Sonntag fallen, ist automatisch der darauffolgende Montag frei.

Sprache
Deutsch Nyanja
Hallo/ Guten Tag/ Ich grüße Sie Bwanji
Guten Morgen, Wie geht´s Mwauka bwanji?/ Muli bwanji?
Mir geht es gut und Ihnen? Nbili bwino, kaya inu?
Danke, gut Zikomo, bwino
Danke/ Danke sehr Zikomo/ Zikomo kwambiri
Auf wiedersehen Tizaonana
Ja Inde
Nein Iyai
Ich freue mich, Sie zu treffen. Cabwino kukuziwani
Bitte, wiederholen Sie das. Bwerezapo, zikomo
Entschuldigung,… Pepani
Wie heißen Sie? Dzina lanu ndani?
Ich heiße… Dzina langa ndine …

Die offizielle Amtssprache ist Englisch; daneben gibt es sieben offiziell anerkannte Stammessprachen: Bemba (31%), Nyanja (16%), Lozi (9%), Tonga, Lunda, Kaonde, Luvale, sowie weitere 72 Dialekte. IN und um Lusaka wird vorwiegend Nyanja gesprochen.